Nierensteine liegen im Nierenbecken, den Nierenkelchen oder den Harnwegen. Ihre Grösse variiert von einigen Millimetern bis zu Zentimetern.
Ursachen
- Nierensteine, auch Harnkonkremente genannt, entstehen durch das Auskristallisieren von Harnbestandteilen, die normalerweise in gelöstem Zustand über die Nieren ausgeschieden werden.
Zur Steinentstehung kommt es entweder
- wenn die kritische Konzentration der gelösten Substanzen überschritten wird
- oder wenn Faktoren, wie z.B. ein erhöhter Säuregehalt des Urins (pH-Wert), die Löslichkeitsverhältnisse ändern
man unterscheidet verschiede Steinarten:
- Kalzium-Oxalatsteine (ca. 65%)
- Harnsäuresteine (ca. 15%)
- Magnesium-Ammonium-Phosphat (ca. 10%)
- Kalzium-Phosphat (ca. 9%)
- Zystinsteine (ca. 1%)
Symptome
- unregelmäßig auftretender, dumpfer Schmerz in der Nierengegend und eine krankhafte, schwache Ausscheidung von roten Blutkörperchen im Urin
- Nierenkoliken mit Schmerzen, die je nach Sitz des Steines in den Rücken, rechten Unterbauch und bei tiefsitzenden Steinen bis in den Hoden bzw. die Schamlippen ausstrahlen können, treten nur dann auf, wenn sich das Konkrement im Harnleiter befindet
- begleitend kann es zu Brechreiz, Erbrechen, Stuhl- oder Windverhalten kommen
Durch einen Rückstau kann es zur einer Harnwegsinfektion kommen, im schlimmsten Falle treten die Bakterien vom Harntrakt in die Blutbahn über und können eine lebensbedrohliche Allgemeininfektion (Urosepsis) auslösen.
Diagnose
- Anamnese: Befragung des Patienten nach Art, Lage und Dauer seiner Schmerzen
- Laboruntersuchungen: Urinschnellteststreifen, Urinbilanzierung, Blutuntersuchungen