ist eine chronische Lebererkrankung, die sich dadurch auszeichnet, dass sich gesundes Leberparenchym in nutzloses Bindegewebe umwandelt. Die Leber verhärtet und schrumpft. Es kommt zu einem Blutstau vor der Leber in der Pfortader und zu einer Drucksteigerung im gesamten Pfortadersystem.
Ursachen
- Alkoholabusus (häufigste Ursache: Männer > als 60g und Frauen > 30g Ethanol pro Tag)
- Virus-Hepatitis (B, C und D)
- Medikamente, Giftstoffe (Lösungsmittel, Knollenblätterpilz, so man ihn den überlebt)
- Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
- Rechtsherzinsuffizienz durch den Rückstau des Blutes vor dem rechten Herzen in die Leber
Symptome
- Leistungsknick, Abgeschlagenheit, Druckgefühl im rechten Oberbauch, Übelkeit, Müdigkeit
- Hautzeichen:
- Spider naevi
- Lackzunge
- Palmar- und Plantarerythem
- Weissnägel
- Caput medusae
Zeichen durch die portale Hypertension:
- Aszites, Splenomegalie, Stauungsgastritis
- Ausbildung von Umgehungskreisläufen: Caput medusae, Ösophagusvarizen,
- Plexus hämorrhoidalis
Leberausfallzeichen:
- Hormonstörungen: Amenorrhoe bei Frauen und Impotenz, Hodenatrophie, Gynäkomastie bei Männern
Im späteren Stadium treten dann Eiweißverluste durch Synthesestörungen und Gerinnungsstörungen des Blutes auf. Im Endstadium kommt es zu einem Leberausfallkoma: durch Vergiftung des ZNS durch Ammoniak, welches durch die Leber nicht mehr in Harnstoff umgebaut werden kann.