ist eine Stoffwechselstörung, bei der aufgrund eines Anstieges des Harnsäurespiegels im
Blut Harnsäuresalze im Organismus abgelagert werden.
Bevorzugt sind dabei die Gelenke (Großzeh- u. Fingergrundgelenk) aber auch verschiedene innere Organe betroffen.
Man unterscheidet 2 Formen der Gicht:
- primäre Gicht
- sekundäre Gicht
Harnsäure ist ein Endprodukt des Purinstoffwechsels. Purine, wie z.B. Adenin und Guanin, sind Bestandteile der Nukleinsäuren und damit der DNA bzw. RNA und kommen in allen menschlichen und tierischen Zellen vor.
Der Harnsäuregehalt im menschlichen Organismus setzt sich aus 2 Anteilen zusammen:
Endogene Harnsäureproduktion
- die Harnsäure ist das Endprodukt des körpereigenen Zellstoffwechsels
Exogene Harnsäureproduktion
- ist das End- bzw. Abbauprodukt der mit der Nahrung zugeführten wird
Primäre Gicht
- Ursache: genetische Veranlagung, die Harnsäureausscheidung ist über die Nieren gestört.
Die Ausscheidungskapazität reicht aber noch aus, um einen Harnsäurerückstau zu verhindern,
solange die Zufuhr purinhaltiger Nahrungsmittel begrenzt ist. Wichtig! Patient muss purinarm Essen!
Sekundäre Gicht
- entsteht als Folge einer anderen Erkrankungen.
Symptome
- typischerweise ist das Grosszehen- oder Daumengrundgelenk (Podraga) hochrot verfärbt und angeschwollen
Chronische Gicht
- Patienten mit einer chronischen Gicht weisen bleibende Gelenkveränderungen auf,
die auf Röntgenbildern sichtbar werden.
An den gelenknahen Sehnenansätzen finden sich häufig Gichtknoten.
Komplikationen
- Gelenkveränderungen
- Niereninsuffizienz (chronische Gichtniere)