Nach der neuen Klassifikation wird Diabetes mellitus in vier Gruppen wie folgt eingeteilt:
Gruppe 1 oder Typ 1 des Diabetes mellitus ist der absolute Insulinmangel.
Unterteilt wird Typ 1 in:
Typ 1A ist ein immunologisch vermittelter Diabetes. Das bedeutet, der Diabetes wird durch
eine Immunabwehrreaktion des Körpers verursacht, z.B. auf virale Infekte (Mumps).
Typ 1B ist ein idiopathisch vermittelter Diabetes und tritt selbständig auf.
Er ist keine Folge einer anderen Krankheit (z.B. Autoimmunerkrankung).
Als Gruppe 2 oder Typ 2 des Diabetes mellitus werden alle Formen bezeichnet,
die durch vorwiegende Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel bis hin zu vorwiegend sekretorischen
Defekten einschließlich einer Insulinresistenz gekennzeichnet sind.
Die frühere Aufteilung in einen Typ 2a (Normalgewichtige) und 2b (Übergewichtige) ist nicht mehr aktuell.
In der dritten Gruppe des Diabetes mellitus werden "alle anderen spezifischen Typen" zusammengefasst.
Gruppe 3 unterteilt sich in folgende Typen:
- 3A : Genetische Schädigung der B-Zellen
- 3B : Genetische Schädigung der Insulin-Wirkung
- 3C : Krankheiten der exokrinen (nach außen absondernd) Bauchspeicheldrüse
- 3D : Endokrinopathien (Krankheiten, die durch hormonelle Störungen entstehen)
- 3E : Diabetes durch Drogen oder Chemikalien
- 3F : Diabetes infolge von Infektionen
- 3G : Seltene Formen von Diabetes, die immunologisch vermittelt wurde
- 3H : andere genetische Syndrome, die gelegentlich mit Diabetes zusammen auftreten
Eine vierte Gruppe beinhaltet den Gestationsdiabetes (GDM) oder Schwangerschaftsdiabetes.
Typ 1-Diabetes mellitus
Es besteht ein Insulinmangel mit einem möglichen Insulinmangelsyndrom, das gekennzeichnet ist durch die klassischen Zeichen:
- Polyurie
- Polydipsie
- Keto(azido)se
- Gewichtsverlust
- Abgeschlagenheit
- Infektanfälligkeit
Typ 2-Diabetes mellitus
Der Typ 2-Diabetes ist eine Erkrankung, die zu Mikro- und Makroangiopathie sowie Neuropathie führen kann.
Er ist die häufigste Form des Diabetes mellitus.
Ursachen
- Übergewicht
- genetische Disposition
- falsche Ernährung
- mangelnde körperliche Aktivität
- Alter
- Medikamente (Kortison)
Gestationsdiabetes
tritt bei 1-5% aller Schwangerschaften auf (hohe Schwankungsbreite weltweit in Abhängigkeit von der untersuchten Population).